Rekord II bzw. D / Commodore B – Elektrik und Innenausstattung

Die Elektrik unserer Lieblinge ist recht unproblematisch, wenn auch für heutige Ansprüche etwas nachlässig verlegt. So läuft der Kabelstrang nach hinten durch den linken Schweller, was ihm bei der Rostanfälligkeit dieses Teils nicht unbedingt gut tut….
Übrigens sind die Stecker für Nebel- und Fernscheinwerfer schon im Kabelbaum vorhanden, sodass man nur noch Relais einsetzen muss.
 
Die Innenausstattung selbst hat einige Schwachpunkte :als erstes fallen durchgescheuerte Sitzbezugsstoffe auf. Ersatz ist kaum zu bekommen, da es eine Vielfalt von Mustern und Farben gab, die auch im Laufe der Produktion variierten. Beliebt sind Velours- und Kunstlederbezüge. Gerade die Veloursbezüge neigen zu “Haarausfall”, was bei beigen Sitzen kein Drama ist, bei roten und schwarzen dagegen schon. Beige Velourssitze sind relativ problemlos zu finden, schwarz und rot dagegen nur schwer. Daneben gab es noch blaues Velours. Beim Rekord gab es viele unterschiedliche Stofffarben, in den letzten Baujahren vermehrt Velours. Die Oberkante der Rückbank ist meist völlig von der Sonne zerschossen und entsprechend brüchig genau wie die Hutablage aus Pappe.
 
Nächster Schwachpunkt sind die Türverkleidungen. Diese sind immer farblich passend zur Innenausstattung mit Skai bezogen, die Oberkante ist grundsätzlich mattschwarz. Diese Mattschwarze Beschichtung reißt im Laufe der Zeit ein, was sehr hässlich aussieht, da darunter das helle Grundmaterial zum Vorschein kommt. Die Armlehnen der Commodore- Modelle reißen immer am oberen Befestigungspunkt aus. Die Türtaschen sind oft gebrochen, das sie aus relativ sprödem Kunststoff hergestellt wurden.
 
Das Armaturenbrettoberteil zeigt sehr oft Risse, der Austausch ist nicht sehr problematisch, eher schon die Beschaffung eines guten Gebrauchtteils…
 
Der Teppich ist meist abgetreten, besonders am Fahrerplatz. Die bis März 75 verbaute Gummimatte in den Grundmodellen ist oft total spröde und zerrissen. Ersatz ? Woher ?
 
Der Dachhimmel ist an sich robust, allerdings drückt an den Rändern der Kleber durch, was sich in gelb-braunen Flecken äußert. Rund ums Schiebedach ist oft dasselbe zu beobachten.
 
Ersatzteile
 
Wie schon mehrmals angesprochen, gestaltet sich die Ersatzteilbeschaffung schwierig. Technikteile sind dank des Baukastensystems relativ leicht zu bekommen, während originale Blechteile fast mit Gold aufgewogen werden. So werden für vordere Kotflügel bis zu 200 € verlangt, für Frontmasken ca. 500 und vordere Längsträger kosten 800 €.
 
Innenausstattungsteile sind zu bekommen, allerdings erschwert die Farb- und Variantenvielfalt die Suche, für top erhaltene Teile wird auch viel Geld verlangt, dies gilt besonders für Kunstlederausstattungen.
 
Ebenso teuer sind Chromteile besonders der “Chrom”rahmen um den Kühlergrill des Commodore oder gute Stoßstangen.
 
Scheiben sind recht problemlos zu haben, gesucht sind hier Colorverglasungen, die beim Coupe häufiger anzutreffen sind. Sekuritwindschutzscheiben sollte man gegen Verbundglasscheiben austauschen.
 
Schwer zu beschaffen sind originale Nebelscheinwerfer, ebenso wie die elektromagnetische Kofferraumentriegelung. Hinterachsen mit Scheibenbremsen sind extrem beliebt, hier werden für Gebrauchtteile um 500 € gefordert.

 

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