Opel Rekord E / Commodore C – Technik

Rekord E / Commodore C – Antrieb und Getriebe
 
Ölverluste kommen vor und sind nicht ungewöhnlich. Schwitzen ist erlaubt, tropfen nicht. Bei den Motoren neigen ab und an die Simmerringe der Kurbelwelle zur Undichtigkeit. Für den Wechsel des hinteren Simmerrings muß das Getriebe und der Kupplungsautomat demontiert werden. Bei rupfenden Kupplungen ( Öl auf der Kupplungsscheibe ) ist Vorsicht geboten, allerdings kann es sich dabei auch um ein Ergebnis von Rostbildung der Kupplung durch lange Standzeit handeln. Ein K.O Kriterium stellt dies nicht dar. Die 4 Zylinder CIH Motoren sind weitgehend unproblematisch. Die Normalbenzintauglichen Motoren 19N und 20N sind jedoch wegen ihres hohen Kaftstoffverbrauchs gefürchtet. Sehr frühe Baujahre neigen bei Motoren mit Hydrostößeln zu eingelaufenen Nockenwellen. Die Einspritzmotoren zeigen oft Störungen im Abgas und Leerlaufverhalten aufgrund fehlerhafter Meßsensoren. Der 1,8 Liter OHC Motor mit Kat verfügte als einziger über die U-jetronic ( U für Umwelt ). Fehlerdiagnosen sind selbst bei Boschdiensten oft nicht mehr möglich. Bei den OHC Motoren ( 1,8er ) ist auf den Zahnriemen zu achten. Die Wechselintervalle sollten peinlichst genau eingehalten worden sein, um Motorschäden zu vermeiden. Die CIH-Motoren verfügen dagegen über eine Wartungsfreie Steuerkette. Auch Schäden an der Kopfdichtung sind bei CIH Motoren deutlich seltener als bei den OHC-Versionen. Die Diesel sind wenig sparsam und lahm, der TD ist deutlich spritziger, dafür ist er thermisch empfindlich und Ersatzteile sind für Diesemotoren dieser Zeit allgemein schwer beschaffbar. Beim TD sollte drauf geachtet werden, daß der Nebenstromölfilter regelmäßig gewechselt wurde, da sonst Schäden am Turbolader sehr wahrscheinlich sind. Automatikgetriebe und Differentiale mit Leckagen sind nicht ungewöhnlich, jedoch sollte der Ursache auf den Grund gegangen werden.
Auspuffanlagen für den Turbodiesel und die Commodoremodelle mit Einspritzmotor sind nur noch schwer zu bekommen.
Rekord E / Commodore C – Das Fahrwerk
 
Im Gegensatz zur Karosserie zeigt sich das Fahrwerk eher robust und anspruchslos, dennoch kann es altern. Jeweils ein Vorderrad ist komplett zu entlasten und die jeweilige Seite auf Lenkungsspiel zu überprüfen, in dem man seitlich am Rad wackelt. Knackt es und zeigt sich Spiel, so sind entweder die Spurstangenköpfe und/oder die Umlenkhebelbuchse ausgeschlagen und sollten schnellstmöglich ersetzt werden. Auch das Lenkgetriebe kann eine Defektursache sein, es ist jedoch nachstellbar und im allgemeinen eher robust. Mit entlastetem Vorderrad lassen sich auch die Vorderachsfedern begutachten.
Bedingt durch das Fahrzeugalter und das Gewicht der 6 Zylinder Graugußmotoren beim Commodore C, können Windungen gebrochen sein.

Bild 1: Vordere Zugstreben

 
Probleme machen auch gerne die vorderen Zugstreben (Bild 1). Sie sind ebenfalls auf Verschleiß zu prüfen, hier besonders der Lagergummi im Achskörper.
Schabegeräusche beim Lenken sind oft auf ein loses Wärmeabschirmblech des Umlenkhebels zurückzuführen und dann wenig problematisch. ABS Teile sind selten. Bei den Limousinen kommt es ab und an zu gebrochenen Hinterachsfedern, falls nicht die verstärkten Versionen für Anhängerbetrieb verbaut sind.

 

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