Opel Commodore C

Der Opel Commodore C

Mit dem Rekord E erschien 1977 ein Modell, auf dessen Basis auch der Senator, sowie der Monza und der Commodore C aufbauten. Eine solche Vielfalt von Modellen auf einer Plattform, noch dazu in diversen Varianten für den ganzen Globus, erzwang einen gestaffelten Serienanlauf. Das Topmodell Senator war im Preis so hoch angesiedelt, daß Opel keinen Zweifel ließ, in ihm einen Nachfolger der KAD-B Baureihe zu sehen, auch wenn die Außenabmessungen deutlich schrumpften und die Achtzylindermodelle entfielen. Viele sehen deshalb noch heute im Commodore C ein Zwischenmodell zwischen Rekord und Senator. Dennoch war der Commodore C bei Markteinführung ca. 400 DM günstiger als der Rekord E in Topmotorisierung

Der Commodore C sollte einen konservativen Kundenkreis bedienen, der Wert auf einen Sechszylinder legte, auf Ausstattungsdetails verzichten konnte und für den der Kaufpreis eine entscheidende Rolle spielte, die Fahrleistungen jedoch zweitrangig waren. Man rechnete bei diesem äußerst knapp kalkulierten Modell weder mit den großen Stückzahlen des Rekord E, noch mit den höheren Gewinnspannen des Duos Senator / Monza, weshalb der Commodore C erst ab den Werksferien 1978 produziert wurde. Der offizielle Verkaufsstart war der 12. Oktober.

Der Commodore C Berlina

 

Der 2.5 Motor des Commodore

Damit war der Commodore C das am spätesten im Markt eingeführte Modell der Modellfamilie.
Um dem Monza keine unnötige Konkurrenz zu machen, wurde auf die Einführung einer Coupevariante verzichtet. Dafür gab es wieder eine zweitürige Limousine und natürlich den klassischen Viertürer. Daß der Commodore C eher der Nachfolger des Commodore B Special war, zeigten auch die Ausstattungsdetails. Während ab 1976 alle Commodore B serienmäßig über eine Servolenkung verfügten, war dies beim Commodore B Special, dem “Sparbrötchen” der B-Baureihe ein Aufpreisposten. Ebenso hielt es der Commodore C, bei dem die Servolenkung zum Serienanlauf ebenfalls einen Aufpreisposten darstellte. Der Commodore C wurde in zwei Ausstattungslinien angeboten: Basis, später L bzw. Luxus genannt, und Berlina. Im Spätsommer 1980 reagierte Opel auf den Wunsch der Kunden, ein 5-Ganggetriebe für die Modelle Rekord E und Commodore C ordern zu können.
Aufgrund der knappen Kalkulationsbasis der beiden Modelle, bot man nicht das aus dem Senator / Monza bekannte 5-Ganggetriebe an, daß in dieser Baureihe immerhin mit einem stolzen Aufpreis von 911 DM bezahlt werden mußte, sondern wählte die günstige Alternative eines angeflanschten 5. Gangs am normalen 4 Ganggetriebe, der mittels eines Wählhebels am Armaturenbrett zugeschaltet wurde.
Dieses sog. Overdrivegetriebe lag mit einem Aufpreis von 540 DM eher im dem Kunden vermittelbaren Bereich der beiden knapp kalkulierten Modelle. Für den in der 1. Hälfte des Jahren 1981 eingeführten 25E Einspritzmotor mit 130 PS war dieses Overdrivegetriebe zu schwach ausgelegt, weshalb es den Commodore 2,5 Einspritzer weiterhin nur mit 4 Ganggetriebe oder Automatik gab.
Der 25E sollte zwar die Attraktivität des Commodore C erhöhen, erforderte aber eine Vielzahl von technischen Änderungen.

Der Commodore “Luxus”

 

Cockpits: oben Normalausführung, unten Berlina

Die Bremsanlage wurde an der Vorderachse mit innenbelüfteten, statt massiven Bremsscheiben versehen, und das Innenleben des Differentials wurde vom Senator/Monza übernommen, was auch zur Änderung der Hinterachsübersetzung auf 3,45:1 führte und somit auch zu einer Verringerung der Anhängelast auf nur noch 1400 kg beim Commodore 25E mit Schaltgetriebe, bei Automatik 1600 kg.
Als Getriebe kam das stabiler ausgelegte 4-Ganggetriebe des Senator / Monza 2,8 S zum Einsatz. Mitte 1981 kam aufgrund mangelnder Nachfrage das Aus für die 2-türige Limousine des Commodore C.br>Lediglich 35 Commodore C wurden bis dahin mit dem 25E Motor ausgerüstet, weshalb originale 2-türige Limousinen mit dem Einspritzmotor wohl zu den gesuchtesten Varianten des Commodore C gehören. Auch der Commodore C wurde zum Modelljahr 1982 in die großen Modellpflegemaßnahmen der Baureihe mit einbezogen. Wendeschlüsselsystem, Klotzaußenspiegel (von innen verstellbar) und neue Polsterstoffe waren einige der, parallel zum Rekord E, durchgeführten Änderungen.
Im April 1981 debütierte der Commodore C Voyage, Opels erster 6-Zylinder- Luxuskombi. Aufgrund der zu erwartenden höheren Belastung des Kombis durch die Kundschaft wurde auch die Vergaserversion 25S mit vorne innenbelüfteten Scheiben und der verstärkten Hinterachsversion ausgeliefert. Somit war das Overdrivegetriebe im Voyage auch zusammen mit dem Vergasermotor nicht lieferbar. Der Heckwischer und die manuelle Niveauregulierung waren beim Voyage Berlina serienmäßig.

Viel Gepäckraum: Der Commodore Voyage

 

Reichhaltiges Zubehör

Die Einführung des Voyage genannten Kombis und des modernen 25E Einspritzmotors kamen jedoch für die Modellreihe zu spät und schafften nicht den erhofften Nachfrageschub. Im Hinblick auf die Anfang 83 erwarteten 4 Zylindermodelle des Senator und Monza schien die Produktion des Commodore C überflüssig zu werden, so daß der Commodore C zum Beginn der Werksferien 1982 eingestellt wurde. Vom bis dahin ersten 6 Zylinder Luxuskombi, dem Commodore C Voyage liefen nur noch 3439 Stück von den Bändern. Er zählt zusammen mit den 2-Türern, insgesamt 5435 Stück (und hier besonders den Einspritzversionen) zu den gesuchten Exemplaren. Modellveränderungen

Frühjahr 1979 Gurte hinten serienmäßig
Mitte 1979 neue Farbpalette
1980 Servolenkung bei Berlina Serie, neue Farbpalette
Spätsommer 1980 Overdrivegetriebe gegen Aufpreis lieferbar
Januar 1981 Berlina mit Zusatzinstrumenten, Zentralverriegelung, Overdrive serienmäßig, Aufpreis für Automatik um 540DM gesenkt, neue Farbpalette
Frühjahr 1981 Einführung 25E Version mit 130PS
April 1981 Commodore C Voyage ( Kombi ) vorgestellt
Mai 1981 2-türige Limousine mangels Nachfrage eingestellt.
Modelljahr 1982 Ecometer statt Öldruckmesser bei Berlinaversion, neue Farbpalette, Fensterrahmen mattschwarz, glanzeloxierte Zierleisten entfallen bei Luxus-Version (früher L oder Basis!), Stoßstange bei Limousine hinten bis Radausschnitt, Berlina mit breiten Stoßstangengummis und Seitenleisten von Senator / Monza, Berlina mit mattschwarzen Schwellern und mattschwarzem Heck, neue Polsterstoffe und neue Farbpalette analog zu Rekord, von innen einstellbare Außenspiegel, Armlehnen vorne von Senator / Monza, 25S Automatik jetzt mit 3,45er Hinterachsübersetzung

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Unser Vereinsmitglied Carsten H. hat eine super Website “zu Ehren des Commodore C” erstellt. Lasst Euch überraschen!

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► Empfehlenswerte und interessante Website für die Freunde des Commodore C

► viele Informationen rund um die Modellgeschichte

► Literatur, Reparaturanleitungen u.v.m

► Prospekte, Kurioses und Anekdoten – alles rund um den Commodore C

► Infos auch über verwandte Modelle wie Rekord, Senator und Monza

► Tagebuch des Besitzers über die eigenen Commodore Modelle

► Netter und freundlicher, sehr aufgeschlossener Kontakt

► Home: www.opel-commodore-c.com

► E-Mail: lotmitofreden@yahoo.de

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